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Als Reaktion auf die ins Stocken geratenen Verhandlungen äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel sie sei „schon etwas besorgt, ob wir das alles schaffen“. Sie selbst wird am Donnerstag zum Abschluss der Verhandlungen anreisen.
Neue Zürcher Zeitung
Ein neuer Entwurf für eine Schlusserklärung ist am Dienstag bekannt geworden. Darin sind zwar langfristige Verpflichtungen zur Verringerung der Emissionen vorgesehen, allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen. Entsprechende Leerstellen im Text sollen im weiteren Verhandlungsverlauf noch eingefügt werden. Sollte im Streit um diese „Details“ keine Einigung erzielt werden, gilt es als wahrscheinlich, dass ein ambitioniertes und rechtlich verbindliches Übereinkommen in Kopenhagen nicht zustande kommen wird.
TAZ
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Vertreter der beteiligten Länder dazu auf ihren Streit vor Ankunft der Staats- und Regierungschefs beizulegen und so die stockenden Verhandlungen zu retten. Falls ein Ende der Schuldzuweisungen nicht erfolge, gebe es „entweder ein schwaches Abkommen oder gar keins.“
Bundesumweltminister Norbert Röttgen zeigte sich derweil zuversichtlich, dass ein Abkommen bis Freitag noch möglich ist, wenn das Tempo erhöht wird. Seiner Ansicht nach werde zu viel Zeit mit der Darlegung bekannter Positionen und offener Verfahrensfragen verschwendet.
FAZ
Die EU erhöht den Druck auf die USA und China, die derzeit zu keinen weiteren Zugeständnissen bereit sind. Ihnen wird vorgeworfen nicht den ersten Schritt machen zu wollen, sondern sich maximalen Verhandlungsspielraum für die letzten Tage zu erhalten. Anstatt den Erfolg des Gipfeltreffens zu gefährden, sollen sie sich höhere Klimaziele setzen, sagte Ban Ki Moon. Momentan wollen die USA in den kommenden 5 Jahren nur rund 350 Millionen Dollar für die Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien in den Entwicklungsländern zur Verfügung stellen.