Gestern boykottierten die G77 -Länder (vorwiegend aus Afrika) die Verhandlungen. Damit stellten sie sich gegen die Entscheidung der Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard die Schwerpunkte der Verhandlungen auf die Klimarahmenkonvention zu beschränken. So treten die Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll in den Hintergrund.
Die Regierungschefs Angela Merkel und Nicolas Sarkozy empfangen heute Vertreter von Schwellen- und Entwicklungsländern.
Die Bundesregierung legt einen Entwurf zum weltweiten Emissionshandel vor. Diesem liegt zu Grunde, dass Wissenschaftler behaupten die Erderwärmung auf 2°C begrenzen zu können, indem der zukünftige weltweite CO2-Austoß auf insgesamt 750 Milliarden Tonnen begrenzt wird. Dieses Kontingent soll an alle teilnehmenden Nationen proportional zur Einwohnerzahl verteilt werden. Als Resultat würden Industrienationen Emissionsrechte von sogenannten Entwicklungsländern kaufen. Parallel wäre allerdings auch eine konsequente Reduzierung der weltweiten CO2- Emissionen notwendig, da sonst bei dem heutigen CO2-Ausstoß das Kontingent in bereits 24 Jahren aufgebraucht wäre.