FAZ
Größte Demonstration in der Geschichte Dänemarks (50000 Menschen), 900 Festnahmen
EU, Japan und Australien kritisieren, dass den Schwellenländern im jüngsten Entwurf nicht genug abverlangt wird
Aktueller Entwurf: alle Länder sollen ihre Emissionen von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 gegenüber 1990 um 50 bis 95% senken, die Industriestaaten bereits bis 2020 um 25 bis 40%
Gegenentwurf 50 afrikanischer Staaten: Industriestaaten sollen ihre Treibhausgase bis 2017 um 52% gegenüber 1990 und bis 2020 bis 65% reduzieren+ 5% ihres Nationalproduktes
Merkel spricht sich für weltweiten Handel mit Emissionszertifikaten aus
Süddeutsche Zeitung
100000 Demonstranten
Kyoto- Staaten verhandeln über Fortsetzung des Kyoto-Protokolls nach 2012: USA weigern sich unter Dach des Kyoto-Protokolls Zusagen zu machen, Entwicklungsländer befürworten Fortsetzung
Alternativ-Abkommen zu Kyoto-Protokoll: Bisher nur Forderungen, aber keine Zusagen
Die Welt
100000 Demonstranten, überwiegend friedlich, Samstagabend Ausschreitungen, brennende Autos
48 Umweltminister haben sich getroffen
Merkel optimistisch, dass sich 192 Teilnehmerstaaten auf ein Nachfolgeabkommen für Kyoto-Protokoll einigen werden, sprach sich aber gegen weitere Vorleistungen Deutschlands aus
USA fordern mehr von China, China mehr von den USA
EU verständigte sich Freitag darauf, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern mit 2,4Mrd. Euro zu unterstützen, Deutschland mit 420 Mio. Euro
Industrienationen bieten bisher Senkung bis 2020 zwischen 14 und 18% an, mehr erst bei Zusagen von China und Indien
Wesfälische Nachrichten
Ab jetzt wird „Schwarzer Peter“ gespielt. Industriestaaten und Schwellenländer streiten sich darüber, wer die Kosten eines verbindlichen Abkommens zu tragen hat. Der erste Entwurf, der seit Freitag vorliegt, stößt bei beiden Seiten an die Grenzen dessen, was sie leisten wollen.
Im vorgelegten Entwurf wird zum ersten Mal auch von den Schwellenländern Pflichten bis 2020 gefordert. So sollen sie ihren CO2- Anstieg zumindest um 15-40% bis 2020 senken.
Politik-Professor Leggewie aus Essen sieht neue soziale Bewegung in der Bevölkerung. Die Menschen seien sogar immer mehr bereit, den eigenen Lebensstil im Dienste des Klimaschutzes zu ändern.